Was sind die Kosten für den Handel mit Aktien? Reduziere deine Kosten!
Mit Aktien handeln ist nie völlig kostenlos! Mit jeder Form der Aktienanlage sind Kosten verbunden. Viele Investoren unterschätzen die Bedeutung der Kosten bei Investitionen. Schließlich kann ein höherer Kostenanteil die Effizienz erheblich beeinträchtigen. Aber welche Kosten werden mit Investitionen kalkuliert und wie kannst du diese Kosten so niedrig wie möglich halten?
Achte auf die Kosten: vergleiche zuerst!
Bevor du anfängst zu investieren, ist es ratsam, die Kosten ausgiebig zu vergleichen. In einem Jahr kannst du mit einem höheren Kostenanteil von einem Prozent schnell Zehntausende von Euro sparen. Es ist daher wichtig, dass die Broker die verschiedenen Kostenpositionen im Detail durchgehen. Auf diese Weise wirst du keine bösen Überraschungen erleben.
Willst du wissen, wo du am günstigsten investieren kannst? Verwende die Schaltfläche unten, um direkt zu vergleichen, welchem Broker du die niedrigsten Kosten zahlst:
Wie kannst du deine Kosten für den Handel mit Aktien senken?
Es gibt viele verschiedene Kosten, die von Brokern berechnet werden können. Natürlich willst du eine hohe Rendite erzielen, und es ist dann attraktiv, diese Kosten so weit wie möglich zu reduzieren. Aber wie macht man das?
Es ist wichtig, dafür zunächst einen klaren Plan zu erstellen. Nur wenn du einen klaren Plan hast, kannst du bestimmen, bei welchem Broker du am günstigsten investieren kannst. Denk zumindest über Folgendes nach:
- Wie oft möchtest du investieren?
- Mit welchem Betrag wirst du investieren?
- In was wirst du investieren?
Mit deinen Antworten kannst du bestimmen, wie du deine Kosten für den Handel mit Aktien so weit wie möglich reduzieren kannst.
Wie oft möchtest du investieren?
Wenn du viele Investitionen tätigst, sind niedrige Provisionen besonders wichtig. Wenn du nur einige wenige Investitionen tätigst, kann es wichtiger sein, niedrige Verwaltungskosten und keine Inaktivitätskosten zu haben.
Mit welchem Betrag wirst du investieren?
Wenn du mit einem geringen Betrag investieren möchtest, ist es besonders wichtig, einen Broker mit einer niedrigen Provision zu wählen. Fixkosten von 2 € pro Transaktion sind bei einer Investition von 10.000 € kein Problem, aber bei einer Investition von 100 € sind sie problematisch.
Gleichzeitig sind Broker mit hohen Servicekosten unattraktiv, wenn es um Investitionen in großer Höhe geht. Du zahlst jeden festen Prozentsatz auf das von dir investierte Vermögen.
In was wirst du investieren?
Es ist auch wichtig, darüber nachzudenken, in was du investieren wirst. Beispielsweise kann ein Broker bei Investitionen in Aktien günstig sein, während ein anderer Broker bei Investitionen in Investmentfonds vorteilhaft sein kann.
Achte zum Beispiel bei der Anlage in ausländische Aktien genau darauf. Einige Broker berechnen hohe Transaktionskosten für Investitionen in einer anderen Währung.
Die Kosten können von Broker zu Broker sehr unterschiedlich sein. Verbringe daher genügend Zeit mit dem Auswahlverfahren eines Brokers, damit du nicht mit lästigen und unerwarteten Kosten konfrontiert wirst!
Warum sind Kosten so wichtig?
Viele Investoren schenken den Investitionskosten wenig Aufmerksamkeit. Das ist bedauerlich! Dies liegt daran, dass die Kosten einen großen Einfluss auf die langfristigen Erträge haben können. Wir werden dies an dem folgenden Beispiel erläutern. In beiden Beispielen werden 80.000 € mit einer Rendite von 7% pro Jahr über einen Zeitraum von 25 Jahren investiert.
- Bei 0,5 % Jahreskosten bleiben dir am Ende 380.000 €.
- Bei 2% jährlichen Kosten bleiben dir am Ende 260.000 €.
Eine minimale Kostendifferenz von 1,5% kann dir daher im Gegenzug mehr als 100.000 € kosten! Achte daher bei der Auswahl eines Brokers oder eines Anlageprodukts sehr genau darauf.
Was sind die Kosten für den Handel mit Aktien?
Wie hoch die Investitionskosten sind, hängt von deiner Situation ab. Es gibt verschiedene Kostenpositionen, die ein Broker berechnen kann. Im Folgenden erörtern wir die am häufigsten auftretenden Kosten:
- Feste Transaktionskosten auf z.B. einer Aktie
- Die Spanne oder die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis
- Kosten der Währungsumrechnung
- Dienstleistungskosten über das gesamte investierte Kapital
- Inaktivitätsgebühr für die Nichtbenutzung deines Kontos
- Verwaltungskosten für verwaltete Investitionen
- Leistungskosten für die Ergebnisse innerhalb eines Fonds
- Gebühren für zusätzliche Dienstleistungen wie Live-Tarife
- Gebühren für das Abheben von Geld
Transaktionsgebühren oder Provisionen
Bei vielen Brokern zahlst du für jede Investition eine Provision. Diese Kommission besteht oft aus einem Prozentsatz des Gesamtwertes der Investition. Die meisten Broker verlangen auch einen Mindestbetrag. Wenn du beispielsweise physisch anfängst, in Aktien zu investieren, ist DEGIRO in der Regel die günstigste Partei. Lies hier mehr über diesen Broker.
Nicht alle Broker erheben direkte Transaktionsgebühren. Zum Beispiel zahlen Broker, bei denen du mit CFDs handelst, keine direkte Provision. Lies hier, wie die Transaktionskosten für diese Art des Handels berechnet werden.
Spread (Spanne) auf deine Investitionen
Bei allen Brokern zahlst du auch einen sogenannten Spread. Der Spread ist die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis z.B. einer Aktie. Der Spread ist immer relativ. Du zahlst einen bestimmten Spread pro Aktie.
Die feste Provision wird bei einem Broker oft deutlich angegeben. Beispielsweise zahlst du zwei Euro für jede Transaktion. Die Spreads sind schwieriger zu vergleichen. Die Kosten können pro Aktie variieren. Für eine Aktie zahlen du bei einem Broker nur zwei Cent, für eine andere bezahlst du einen Euro. Willst du wissen, wo du am vorteilhaftesten in eine Aktie investieren kannst? Dann musst du herausfinden, wie hoch der Spread für diese Aktie bei verschiedenen Brokern ist.
Es ist oft möglich, einen Rabatt auf deinen Spread zu erhalten, wenn du große Beträge investierst. Bitte kontaktiere deinen Broker.
Währungskosten
Bei Auslandsinvestitionen zahlst du oft Kosten für den Wechsel z.B. von Euro in Dollar. Die von Brokern in Rechnung gestellten Kosten können beträchtlich sein. Manchmal zahlst du ein paar Prozent der Kosten. Dies verringert natürlich die Rendite internationaler Investitionen erheblich. Es ist daher wichtig, zunächst herauszufinden, wie viel es kostet, in ausländische Aktien zu investieren.
Wenn du die Währungskosten des aktiven Handels vermeiden möchtest, kannst du dich für den Handel mit CFDs entscheiden. Wenn du in einer anderen Währung investierst, hast du zudem immer ein Wechselkursrisiko. Der Wert deiner Aktien kann steigen. Wenn aber auch die Fremdwährung im Wert steigt, kannst du immer noch Geld verlieren. Du erhältst weniger Euro zurück. Willst du wissen, wie der Wechselkurs funktioniert? Dann lies diesen Artikel.
Depotgebühr oder Dienstleistungsgebühr
Vor allem die traditionellen Banken erheben nach wie vor eine so genannte Depotgebühr. Hierbei handelt es sich um jährliche Kosten, die für das Halten von Wertpapieren berechnet werden. Glücklicherweise lassen sich diese Kosten leicht vermeiden. Eröffnung eines separaten Anlagekontos, auf dem keine Depotgebühr erhoben wird. In unserer Übersicht der Broker, bei denen du ohne Depotgebühr investieren kannst.
Inaktivitätskosten
Bei einigen Brokern musst du auch Geld bezahlen, wenn du nicht genug handelst. Du musst dann eine Mindestanzahl von Investitionen tätigen, um diese Kosten zu vermeiden. Dieser Kostenpunkt ist besonders ärgerlich für Investoren mit einer langfristigen Vision. Schließlich kostet der Kauf und das Halten von Aktien nur einmal im Jahr Geld. Prüfe daher immer, ob der Broker Inaktivitätskosten in Rechnung stellt.
Verwaltungskosten
Investmentfonds erheben in der Regel Verwaltungsgebühren. Dies sind Kosten für die Instandhaltung des Portfolios. Andere laufende Kosten wie die Verwaltungs- und Marketingkosten des Fonds sind ebenfalls enthalten. Denke immer daran, dass ein teurerer Fonds nicht immer besser ist! Ein Indexfonds hat oft niedrigere Kosten und erzielt oft vergleichbare oder bessere Renditen als ein aktiver Investmentfonds.
Leistungskosten
Einige Fonds erheben auch eine Performance-Gebühr. Wenn es einem Fonds gut geht, musst du einen Teil der Rendite abgeben. Übrigens geschieht dies nur bei aktiv verwalteten Investmentfonds. Für Indexfonds und Tracker werden keine Performancekosten berechnet.
Kosten für Dienstleistungen
Viele Broker verlangen auch Gebühren für bestimmte Dienstleistungen. Denke beispielsweise an die Kosten für das Streaming von Live-Tarifen oder die Kosten für die Nutzung eines Softwarepakets. Es ist daher immer ratsam, zunächst das Kleingedruckte aufmerksam zu lesen. Auf diese Weise verhinderst du, dass deine Investitionen plötzlich viel teurer werden.
Ausbuchung und Verbuchung von Wertpapieren
Der letzte Kostenposten für Investitionen sind Überbuchungskosten. Viele Broker geben die Kosten weiter, wenn du dein Portfolio zu einem anderen Anbieter verlagern möchtest. Einige Broker bieten an, diese Kosten für dich zu übernehmen. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter ist oft sehr umständlich. Es ist daher ratsam, dies so weit wie möglich zu vermeiden, indem man sofort einen guten Anbieter wählt.
Kosten für das Abheben von Geld
Einige Broker erheben auch heimlich Gebühren für das Abheben von Geld. Auch dies ist ärgerlich, da es deine Rendite sofort reduziert. Prüfe immer, ob ein Broker eine Gebühr für das Abheben von Geld erhebt.
Kosten senken durch kostenlose Investitionen?
Bei einigen Parteien ist es auch möglich, » kostenlos » zu investieren. Bitte beachte, dass ein Broker, der kostenlose Investitionen anbietet, immer Hintergedanken hat. Dies könnte unschuldig sein. Einige Broker bieten kostenlose Anlagen an, weil sie hoffen, dass die Kunden andere, teurere Anlageprodukte ausprobieren werden. Andere Broker versuchen auf hinterhältige Weise Geld zu verdienen, indem sie z.B. andere Kosten weitergeben.
Möchtest du mehr über kostenlose Investitionen erfahren? Im folgenden Artikel lernst du, wie du kostenlos investieren kannst:
Billige versus teure Anlageprodukte
Menschen haben oft ein psychologisches Vorurteil, dass teure Produkte besser sind. Dies ist bei Anlageprodukten oft nicht der Fall. Wenn du dir z.B. die Renditen von passiven und aktiven Fonds ansiehst, kannst du feststellen, dass passive Fonds oft besser abschneiden. Aktive Investmentfonds wählen ihre eigenen Aktien mit dem Ziel aus, den Markt zu schlagen. Passive Fonds folgen dem Markt z.B. mit Hilfe eines Indexes.
Die Kosten für einen aktiven Fonds sind höher. Du siehst jedoch, dass dies in der Regel nicht durch höhere Erträge ausgeglichen wird. Selbst bei gleicher Rendite erzielst du mit einem aktiven Fonds eine viel höhere Rendite. In 99% der Fälle ist es daher am besten, das günstigste Anlageprodukt zu wählen.
Dieselbe Regel gilt für die Auswahl eines Brokers. Billige Broker bieten oft ähnliche Optionen an wie teure Broker. Es hat daher keinen Sinn, mit einer teuren Bank oder einem Broker zu investieren. Wenn du nicht nach etwas ganz Bestimmtem suchst, ist es fast immer besser, sich für die günstigste Partei zu entscheiden.